Warum die erste Nähmaschine ihren Erfinder fast umbrachte

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Handnähen ist eine Kunstform, die über 20.000 Jahre alt ist. Die ersten Nähnadeln waren aus Knochen oder Tierhörnern und der erste Faden war aus Tiersehnen gefertigt.

Der englische Erfinder und Möbelschreiner Thomas Saint erhielt 1790 das erste Patent für eine komplette Nähmaschine. Es ist nicht bekannt, ob Saint tatsächlich einen funktionierenden Prototyp seiner Erfindung gebaut hat. Das Patent beschreibt eine Ahle, die ein Loch in Leder gestanzt und eine Nadel durch das Loch geführt hat.

Im Jahr 1804 wurde Thomas Stone und James Henderson ein französisches Patent für „eine Maschine, die Handarbeit nachahmt“ erteilt.

Die erste funktionelle Nähmaschine wurde 1830 vom französischen Schneider Barthelemy Thimonnier erfunden.

Die Maschine von Thimonnier verwendete nur einen Faden und eine Hakennadel, die den gleichen Kettenstich wie beim Sticken verwendete. Der Erfinder wurde fast von einer wütenden Gruppe französischer Schneider ermordet, die seine Textilfabrik niederbrannten, weil sie wegen seiner neuen Erfindung die Arbeitslosigkeit befürchteten. Viele der späteren Entwickler, darunter auch der berühmte Singer, dessen Name bis heute untrennbar mit dem der Nähmaschine verknüpft ist, brachen ihre Arbeit an neueren Nähmaschinen ab, da sie befürchteten Arbeitslosigkeit zu schaffen.

Doch die ersten mechanischen Nähmaschinen kamen und wurden zuerst in Produktionslinien der Bekleidungsfabriken eingesetzt. Erst 1889 wurde eine Nähmaschine für den Heimgebrauch entworfen und vermarktet. Um 1905 war die elektrisch betriebene Nähmaschine bereits weit verbreitet.