Smart-Homes in der Praxis

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Schon während der Cebit 2007 wurde klar, dass einer der interessantesten Trends der Informationstechnologie das Smart-Home werden würde. Völlig umgesetzt wurde der Traum des „smarten“ Heims bislang jedoch noch nicht, da die Anzahl der tatsächlichen Nutzer noch nicht repräsentativ ist. So stellt sich jedoch die Frage, warum der Durchbruch für das Smart-Home noch ausblieb. Einer der Gründe ist die Tatsache, dass diese Technologie in der Öffentlichkeit als Luxus wahrgenommen wird und bislang als recht teuer gilt. Des Weiteren verläuft die Installation eines Smart-Homes noch nicht ohne Hindernisse. Das einfache Prinzip des Plug-and-Play konnte noch nicht vollständig umgesetzt werden, sodass der Installationsprozess noch zahlreiche Arbeitsschritte erfordert. Hersteller und Entwickler haben es sich jedoch zum Ziel gemacht, dieser vielversprechenden Technologie dieses Jahr mit zahlreichen Verbesserungen, auf die Sprünge zu helfen. Sollte die Branche es schaffen, die Preise für die „Heimautomatisierung“ zu senken und den Installationsprozess zu erleichtern, dürfte dem Erfolg bald nichts mehr im Wege stehen.

Wie alles begann?

Die Anfänge des „smarten“ Heims können schon auf das Jahr 1966 zurückgeführt werden. Das Smart-Home von James Sutherland wurde als der „Electronic Computing Home Operator“ bezeichnet. Sutherland war zu dem Zeitpunkt ein junger Ingenieur, der ausgemusterte Teile aus seiner regulären Arbeit nahm, um damit sein Zuhause zu „vernetzen“. Mit seiner Konstruktion konnte das Ehepaar Sutherland die Temperatur im Haus regulieren, Betriebszeiten für den Fernseher einstellen und weitere nützliche Gimmicks. Obwohl die Idee schon damals für viel Staunen gesorgt hat, konnte daraus kein Massenprodukt folgen. In den 70-Jahren entstanden jedoch die ersten Konzepte, die kommerziellen Charakter hatten. 1975 wurde das X10-System veröffentlicht, und 1984 wurde der neue Standard CEBus entwickelt. Nun war es möglich, Lampen, Alarmanlagen und Temperaturen auf digitale Art und Weise zu steuern. 2002 wurde dann der Standard KNX entwickelt, der vorerst aber nur für Neubauten infrage kam. Dabei waren die Kosten für diese Heimdigitalisierung jedoch nicht günstig und beliefen sich auf mindestens 15.000 Euro. Seit 2007 versuchen nun Entwickler, sowohl unkomplizierte als auch kostengünstige Systeme zu entwickeln.

Die Smart-Homes heute

Für die Entwicklung des Smart-Homes stellt das erste iPhone einen Meilenstein in der Geschichte dar. Heute jedoch ist in der Branche das Unternehmen Amazon führend. Der Internet-Shop hat sich nämlich nicht nur einen Namen gemacht mit seiner großen Produktauswahl, zu der Bücher, Schuhe und viele anderen Artikel gehören, sondern auch in der Entwicklung seiner Smart-Home-Technologie. Mit dem Amazon Echo ist es der Firma gelungen, das Smart-Home für den Massenkonsum anzubieten. Auch die Verkaufszahlen sprechen für sich, und so wurden im vierten Quartal letzten Jahres über fünf Millionen Echos verkauft. Echo ist der Name des Smart-Home-Geräts von Amazon und soll eine Hommage an Sutherland darstellen. Mit der Sprachassistentin „Alexa“ müssen User beim den Amazon-Geräten noch nicht mal auf einen Bildschirm tippen, sondern können ihre elektronischen Geräte bequem über die Sprachsteuerung bedienen. Der Erfolg von Amazon hat auch die Konkurrenz wie Google und Apple animiert, stärker in die Entwicklung der Smart-Homes zu investieren. So darf man darauf hoffen, dass die Branche viele Verbesserungen dieses Jahr auf den Markt bringt.